Hinter den Zahlen: Optimierte Kampagne im Monatsvergleich
02.04.2025
Heute schauen wir uns einen monatlichen Kampagnenvergleich an. Über zwei Monate hinweg haben wir die wichtigsten Kennzahlen in einer programmatischen Kampagne verfolgt, um zu sehen, wie sich die Dinge vor und nach dem ersten Optimierungsschritt verändert haben. Die Ergebnisse zeigten deutliche Fortschritte in einigen Bereichen, während andere noch Verbesserungsmöglichkeiten hatten.
Folgendes hat die Datenanalyse ergeben:
Ungültige Impressionen: Ein Bedeutender Rückgang
Im ersten Monat waren 11,3% der Impressionen ungültig. Durch Optimierung wurde dieser Wert einen Monat später auf 2,78% reduziert, was einen erheblichen Rückgang um 75% darstellt.
Wie du siehst, haben kleine Änderungen schon einen großen Einfluss. Jetzt ist es an der Zeit, die Kampagne weiter zu optimieren, um die geringe ungültige Impressionenrate noch weiter zu senken, was allerdings Zeit benötigt.

Viewability: Die Verbesserung Verschob Die Aufgabe
Im ersten Monat lag die Viewability-Rate bei 39%, was bedeutet, dass mehr als 60% der Platzierungen nie tatsächlich gesehen wurden; was definitiv optimiert werden musste.
Im zweiten Monat verbesserte sich die Viewability auf 56%. Ein bedeutender Fortschritt, jedoch muss weiterhin daran gearbeitet und kontinuierlich optimiert werden. Jetzt waren mehr Anzeigen sichtbar. Aber ein neues Thema rückte in den Fokus: MFA-Seiten. Schauen wir uns das an.

MFA-Seiten: Eine Wachsende Herausforderung, Die Ständige Überwachung Erfordert
Ich bin sicher, du weißt, was MFA-Seiten sind. Falls nicht, schau hier nach. Also weißt du auch, dass MFA-Seiten nicht per se Betrug oder schlecht sind, aber es trotzdem nicht immer die Plätze sind, auf denen du deine Anzeigen sehen möchtest.
Im ersten Monat landeten 26% der Impressionen auf MFA-Seiten. Im zweiten Monat stieg diese Zahl auf 35%. Ist das unbedingt eine schlechte Sache?
Nein, wie bereits erwähnt, sind nicht alle MFA-Seiten von Natur aus schlecht. Während MFA-Seiten oft als minderwertig eingestuft werden, ziehen einige echten Traffic an und fördern das Engagement. Die Klassifizierung basiert auf der Anzahl der Anzeigenplätze pro Seite, was bedeutet, dass manchmal sogar Premium-Publisher enthalten sind.
Anstatt sie alle zu blockieren, sollten Werbetreibende prüfen, ob sie Mehrwert bringen und echten Traffic liefern oder nur Werbebudget verschwenden. Für einige Kampagnen kann der Werbetreibende auch nutzen, dass er auf Webseiten läuft, auf denen er seine Anzeigen sehen möchte.

Länder-Targeting: Konsequent Starke Leistung
Das Länder-Targeting war äußerst genau, mit nahezu 100% der Impressionen in Deutschland. Dieser Aspekt wurde bereits hervorragend ausgeführt, tolle Arbeit!

SSPs: Mehr Ist Nicht Immer Besser
Im zweiten Monat waren 74 SSPs in Gebrauch, was bereits eine Verbesserung von 17,5% markierte. Aber das ist nicht das Ende der Optimierung, da einige Platzierungen durch bestimmte SSPs über 50% ungültige Impressionen lieferten, wobei einige sogar bis zu 100% ungültig waren.
Wie du aus den vorherigen Punkten siehst, hatte die Kampagne eine bessere Leistung, selbst mit weniger genutzten SSPs, was bedeutet, dass Qualität über Quantität der richtige Weg ist.
Fazit: Der Ripple-Effekt Der Optimierung
Diesen Fallbeispiel zeigt, wie dynamisch der Prozess der Kampagnenoptimierung ist. Die Verbesserung einer Kennzahl beeinflusst oft andere. Der Rückgang der ungültigen Impressionen um 75% und der Anstieg der Viewability um 44% waren klare Erfolge, verschoben aber auch den Fokus auf neue Herausforderungen wie den Anstieg der Impressionen auf MFA-Seiten. Statt sie alle sofort zu blockieren, ist eine strategische Bewertung erforderlich.
Genauso führte die Reduzierung der Zahl der SSPs zu besserer Leistung, was zeigt, dass Qualität mehr zählt als Quantität. Diese Kampagne beweist, dass Optimierung nie eine einmalige Lösung ist, sondern ein fortlaufender Balanceakt, bei dem jeder Fortschritt neue Bereiche zur Verfeinerung schafft. Agil und datengetrieben zu bleiben, ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg.

