
TikToks massives Problem mit Bots, gefälschten Konten und Betrug
27.06.2022
Aktualisierung April 2023
Wir haben den Artikel mit den neuesten Zahlen zu gelöschten Inhalten auf TikTok aktualisiert.
Die Anzahl der gelöschten Fake-Accounts ist 2022 im Vergleich zu 2021 um unglaubliche 1.200 % gestiegen!
Alle weiteren Zahlen findest du weiter unten im Artikel im entsprechenden Abschnitt.
Kaum ein anderes Unternehmen war in den letzten Jahren so oft in den Medien wie TikTok. Vom raketenhaften Aufstieg an die Spitze aller App-Store-Listen über virale Musikvideos in Dauerschleife hin zu Verschwörungstheorien über die Beteiligung der chinesischen Regierung. TikTok ist ein Phänomen, wie es kein zweites gibt.
Aber wie echt ist TikTok unter der Oberfläche? Wie viele der 1 Milliarde monatlich aktiven Konten sind tatsächlich echte Menschen und wie viele sind Fake-Accounts oder Bots?
Unsere erste Analyse zeigt ein klares Bild: Bis zu 97 % des gesamten Traffics, der über TikTok kommt, könnten von unserer Software als automatisierte Bot-Anfragen erkannt werden. Das sind erschreckende Zahlen, die viele Werbeunternehmen viel Geld kosten und ihr Werbebudget verschwenden.
Im folgenden Artikel wollen wir einen genaueren Blick auf TikTok und seine großen Probleme mit Betrugs- und Fake-Accounts werfen.
Der Aufstieg von TikTok
Gegründet 2014 in Shanghai als Online-Lernplattform für kurze 3-5 Minuten Videos, scheiterte Musical.ly zunächst daran, Aufmerksamkeit zu erregen. Eine Neuausrichtung auf Teenager, die gerne Lippen-Synchron-Musikvideos von sich machen, brachte schließlich den erhofften Erfolg. Bereits im Juli 2015 war die App im iOS App Store beliebter als Facebook und Instagram und erreichte ein Jahr später über 70 Millionen Downloads.
Zur gleichen Zeit veröffentlichte der chinesische Entwickler Bytedance seine neue Social-Media-App Douyin. Innerhalb eines Jahres gewann die App über 100 Millionen Nutzer, die täglich über 1 Milliarde Videos konsumierten. Für den internationalen Erfolg wurde die App Mitte 2017 in TikTok umbenannt und konnte in kürzester Zeit in vielen Ländern an die Spitze der App-Charts klettern.
Um im US-Teen-Markt weiter zu expandieren, kaufte Bytedance Musical.ly Ende 2017 für einen nicht genannten Betrag und fusionierte die beiden Apps unter dem Namen TikTok. Seit diesem Zeitpunkt ist TikTok auf einem beispiellosen Wachstumspfad, gewann in weniger als 4 Jahren über 1 Milliarde Nutzer, und wuchs schneller als jedes andere soziale Netzwerk zuvor. Um es ins Verhältnis zu setzen: TikTok gewann in 1,5 Jahren mehr Nutzer als Twitter in seiner gesamten 16-jährigen Geschichte.

Es traf den Nerv der Gen Z und dominiert seit Jahren die App-Charts auf iOS- und Android-Geräten und wurde die fünfte App (und die einzige, die nicht von Meta stammt), die die magische Grenze von 3,5 Milliarden Downloads überschritten hat.

Top-Apps nach Downloads im Q1 2022 – Bildquelle
Ein Ende des Wachstums von TikTok ist nicht in Sicht und die Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht zu Ende. Noch im September 2021 konnte die App mehr als 1 Milliarde monatliche Nutzer ankündigen. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen fleißig an neuen Funktionen, die weiterhin sowohl Schöpfer als auch Werbetreibende auf die Plattform bringen sollen.
Doch TikTok hat nicht nur die Social-Media-Szene aufgemischt, sondern auch viele andere Branchen. Musiklabels überwachen täglich die App, um sich ihren Anteil am nächsten viralen Hit zu sichern, bevor der Künstler oder der Song durch die Decke geht. Eine Analyse von Vox zeigt, dass ein Viertel aller Künstler, die 2020 erstmals in den Spotify-Charts landeten, über TikTok kamen. Ebenso steht ein Drittel der Künstler, die 2020 bei einem großen Musiklabel unterschrieben haben, im Zusammenhang mit einem viralen TikTok-Hit.
Noch nie zuvor hat ein soziales Netzwerk so viele virale Momente, Hits und Videos hervorgebracht wie TikTok.
Werbung auf TikTok
Mit der zunehmenden Beliebtheit der Plattform wuchs auch das Interesse von Werbetreibenden, ihr Geschäft dem jungen Publikum zu präsentieren. Über 67 % der TikTok-Nutzer sind 24 Jahre oder jünger. Im Vergleich dazu liegt der Anteil auf Instagram bei knapp 38 %. Damit ist TikTok die ungeschlagene Plattform für Unternehmen, um die Gen Z zu erreichen und anzusprechen.

Im Juli 2020 öffnete TikTok seine Selbstbedienungs-Werbeplattform TikTok for Business nach einer langen Testphase mit ausgewählten Partnern für alle Unternehmen.
Die Benutzeroberfläche dürfte jedem vertraut vorkommen, der auf anderen sozialen Plattformen wie Facebook Anzeigen schaltet. Du findest ähnliche Zielgruppeneinstellungsmöglichkeiten, darunter demografische Daten (Alter und Geschlecht), Standort, Gerät, Verhalten und Interessenzielgruppen.
Wenn du noch keinen Kontakt mit TikTok for Business hattest, empfehlen wir den Anfänger-Leitfaden von Hootsuite sowie SearchEngineJournal für einen unkomplizierten und reibungslosen Start mit deinen Anzeigen auf TikTok.
In nur 2 Jahren wurde TikTok zu einer der größten Werbeplattformen und überholte Twitter, Snapchat und Pinterest. Es wird geschätzt, dass TikTok allein in den USA im Jahr 2022 fast 6 Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen generieren wird, was über 2 % der gesamten digitalen Werbeausgaben ausmachen wird.

Wo Beliebtheit herrscht, folgen Betrüger immer
Inzwischen sollte klar sein: Wo Beliebtheit herrscht, folgen Betrüger immer. Das haben wir in der Vergangenheit bereits auf etablierten Werbeplattformen wie Google, Facebook und den App Stores gesehen, aber auch auf verschiedenen Affiliate-Netzwerken.
Und genau wie seine Vorgänger und Zeitgenossen hat TikTok bereits ein enormes Problem mit Betrügern, Fake-Accounts und Bots. Allein im Jahr 2022 entfernte TikTok:
Fast 413 Millionen Videos (29 % Steigerung gegenüber 2021)
Über 256 Millionen Konten (einschließlich Accounts, die unter 13 Jahre alt sein könnten und Fake-Accounts - 282 % Steigerung gegenüber 2021)
Fast 160 Millionen Fake-Accounts (Anstieg von über 1.200 % (!) im Vergleich zu 2021)
Diese Zahlen sind nur ein Bruchteil im Vergleich zu Facebooks Gesamtzahl von über 6,5 Milliarden entfernten Fake-Accounts im Jahr 2021. Aber mit dem signifikanten Anstieg von über 1.200 % (!) bei der Entfernung von Fake-Accounts von 2021 auf 2022 zeigt sich ein klarer Trend: TikTok wird bei Betrügern immer beliebter.

TikTok Scam-Accounts
Genau wie alle großen sozialen Netzwerke hat TikTok ein massives Problem mit Scam-Accounts. Im Folgenden gehen wir detaillierter auf die größten Betrügereien ein.
Erwachsenen-Scam-Accounts
Einer der ersten groß angelegten Betrügereien war der sogenannte „Erwachsenen-Dating-Scam“ – wie könnte es anders sein? Aus Liebe erblinden viele Menschen und handeln nicht mehr rational. Dabei gehen die Betrüger sehr geschickt vor: Sie posten Bilder von Frauen, die sie an anderen Orten wie Instagram gestohlen haben, und locken Nutzer von TikTok zu Snapchat mit dem Versprechen, ihnen dort explizite Inhalte anzubieten.
Nachdem Nutzer zu einem Snapchat-Profil gelotst wurden, das ebenfalls gefälscht ist, versuchen sie, sie zur Anmeldung bei einer Dating-Plattform zu bringen. Sobald sich der Nutzer anmeldet, erhalten die Betrüger Geld für die erfolgreiche Vermittlung eines neuen Benutzers. Sie erhalten das Geld über das Partnerprogramm der Dating-Seite selbst oder verschiedene Affiliate-Netzwerke. Der Umsatz liegt bei ca. $1 bis $3 pro vermitteltem Nutzer. Sollten die Nutzer auch zahlende Kunden der Dating-Plattform werden, können die Betrüger manchmal bis zu $50 für jeden von ihnen verdienen.
Nachdem die Betrüger mit so wenig Geld jedoch nicht zufrieden sind und den Zwischenhändler ausschalten wollen, haben sie nach einiger Zeit einen neuen Betrug entwickelt. Anstelle von Snapchat-Nutzern zu einer Dating-Website zu schicken, versprechen sie ihnen eine Mitgliedschaft zu einem limitierten Premium-Snapchat-Konto, auf dem angebliche nicht jugendfreie (NSFW) Fotos zu finden sein sollen. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel zwischen $5 und $20 und die Zahlung erfolgt direkt über PayPal.
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass zahlende Nutzer jemals etwas für ihre Zahlung erhalten. Stattdessen werden sie häufig in monatliche Abogebühren gelockt.
Wie präsent und groß diese Masche ist, konnte man auch dieses Jahr an Valentinstag sehen. TikTok selbst warnte seine Nutzer mit einer Stellungnahme vor Betrügern. Im Jahr 2020 erreichten die gemeldeten Verluste durch Liebesbetrug ein Rekordhoch von $304 Millionen, was einem Anstieg von etwa 50 % gegenüber 2019 entspricht.
(Verifizierte) Nachahmer-Accounts
Ein weiterer Betrug, der ähnlich funktioniert, sind Fake-Accounts, die andere beliebte Nutzer imitieren. Ganze Videos werden einfach vom ursprünglichen Ersteller heruntergeladen und auf den Fake-Account hochgeladen. In den meisten Fällen wird dann die Überschrift geändert. Entweder wird den Nutzern geraten, anderen Accounts zu folgen, oder sie werden zu dubiosen Websites weitergeleitet.
Diese Fake-Accounts sind manchmal sehr schwer von ihren echten zu unterscheiden. In einigen Fällen haben es die Betrüger sogar geschafft, von TikTok ein „verifiziertes Konto“-Siegel für den Fake-Account zu erhalten. Wie genau das passieren konnte und warum TikTok dieses Abzeichen offenbar ohne viel Kontrolle vergab, bleibt unklar.

Sogar wenn der echte Ersteller diese Accounts bei TikTok meldet, werden sie nicht unbedingt gelöscht. Das ist Charlotte Jessop passiert, die in ihren Videos darüber spricht, wie man am besten Schulden abbaut und Ausgaben kürzt. Mit dem Erfolg ihrer Videos und ihres Accounts während der Pandemie wurde sie zunehmend Ziel von Scam-Accounts, die sich als sie ausgaben und manchmal ihre Follower kontaktierten, um ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. Nachdem sie verschiedene Accounts gemeldet hatte, wurde ihr von TikTok gesagt, dass kein Verstoß gegen deren Community-Richtlinien festgestellt wurde und daher die Nachahmer-Accounts nicht gelöscht werden.
Schnell-reich-werden-Schemata
Das Internet, insbesondere soziale Medien, ist voll von Schnell-reich-werden-Schemata. Diese Scam-Accounts versprechen den Nutzern, in kurzer Zeit mit sehr wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Alles, was die Nutzer tun müssen, ist verdächtige Apps auf ihren Smartphones zu installieren und persönliche Daten bereitzustellen oder den Apps Zugriff auf verschiedene Funktionen des Geräts zu gewähren.
Manchmal werden die Nutzer auch in potenzielle Pyramidenschemata gelockt, die es den Betrügern ermöglichen, nach und nach an die Ersparnisse der Menschen zu gelangen.
In vielen Fällen sind die beworbenen Apps mit bösartigem Code infiziert. Durch die Gewährung des Zugriffs auf Gerätefunktionen erhalten die Betrüger die vollständige Kontrolle und missbrauchen das Gerät, um Werbebetrug zu begehen – die Geräte werden dadurch Teil eines größeren Botnets.
Persönliche Daten der Nutzer hingegen werden für Identitätsdiebstahl genutzt oder als Datensätze auf dubiosen Marktplätzen verkauft.
Kostenlose Angebote mit einem Preis
Ein weiteres Beispiel für Betrug sind vermeintlich „kostenlose“ Angebote, für die Nutzer ihre Kreditkartendaten hinterlegen müssen. Diese Scam-Accounts versprechen ihren Anhängern so ziemlich alles kostenlos: von Nahrungsergänzungsmitteln über spezielle Diätpillen für schnellen Gewichtsverlust bis hin zu einzigartigen Gegenständen für Videospiele.
Selbst TikTok selbst bleibt von Betrug nicht verschont. Betrüger nutzten die Pandemie aus und verwendeten Fake-Accounts namens „TikTok Ads Business“ oder „TikTik Ads Manager“, um Anzeigen zu schalten, die den Nutzern ein Guthaben von $3.000 für TikTok for Business anbieteten.
Ähnlich wie bei Schnell-reich-werden-Schemata werden alle persönlichen Daten, einschließlich der Kreditkarteninformationen, missbraucht und ebenfalls auf Marktplätzen verkauft.
Niedrigwertige Dropshipping-Produkte
Der letzte Betrug, den wir uns genauer anschauen wollen, sind niedrigwertige Dropshipping-Produkte. Fake-Accounts bieten entweder vermeintliche Produkte von großen Marken zu einem Bruchteil des Preises an oder absolut überteuerte No-Name-Produkte von schlechter Qualität. Erinnerst du dich an diese Anzeigen für Massagegeräte?
In einem Extrembeispiel wurde ein komplettes 20-teiliges Gusseisen-Set von Creuset für angeblich nur $79.99 angeboten, obwohl es normalerweise über $1,500 kostet.
Obwohl Dropshipping an sich nicht unbedingt ein Betrug ist, erhalten Käufer von Produkten aus diesen Fake-Accounts oft nicht einmal das Produkt.
Betrug auf der "For You"-Seite
Es gibt viele weitere Betrügereien, die auf sozialen Netzwerken und insbesondere zunehmend auf TikTok stattfinden. Was jedoch TikTok besonders macht, ist, dass in der Vergangenheit viele solcher betrügerischen Videos einen Platz auf der offiziellen „For You“ Seite gefunden haben. Die „For You“-Page wird vom TikTok-Algorithmus für jeden Benutzer basierend auf Interessen und Interaktionen kuratiert. Sie ist die zweite verfügbare Seite für jeden Nutzer neben der „Folgen“-Seite und ein Ort des Vertrauens.
Die Tatsache, dass Betrugsvideos in diesem Feed erscheinen und möglicherweise sogar viral gehen, sollte bei der Größe von TikTok nicht passieren. Die Rufe nach mehr Moderation durch TikTok werden lauter, und das Netzwerk muss definitiv seinen Algorithmus optimieren und die Erkennung solcher Videos und Accounts verbessern. Darüber hinaus muss TikTok gemeldete Videos und Accounts besser verifizieren.
TikToks Bot-Problem ist massiv
Nachdem wir den Betrug auf TikTok behandelt haben, bleibt uns ein weiteres großes Thema, das auf TikTok Frustration verursacht und Werbetreibenden das Geld aus den Taschen zieht: automatisierte Bot-Accounts. Bots selbst sind auf jeder Website im Internet zu finden. Heute besteht die Mehrheit des gesamten Internet-Traffics aus automatisierten Bot-Anfragen (57 % laut unserer eigenen Forschung).
Jedoch treffen bei TikTok zwei explosive Dinge aufeinander: Zum einen gibt es ein riesiges Angebot an Unternehmen, die TikTok-Bots für jeden erdenklichen Zweck anbieten. Zum anderen gibt es unzählige Berichte, dass es offenbar möglich ist, mit Bot-Traffic auf TikTok erfolgreich zu sein und sogar Videos mit Fake-Aufrufen zu pushen, bis sie viral gehen.
Das Angebot für TikTok-Bots ist endlos
Wo immer es eine Möglichkeit gibt, durch Reichweite Geld zu verdienen, gibt es auch Tools, die es Nutzern ermöglichen, ihr Konto automatisch zu vergrößern und ihre Zielgruppe zu erweitern. Wir haben die Entstehung und den Niedergang von Instagram-Bots in den frühen Tagen erlebt, und die Geschichte wiederholt sich derzeit mit TikTok.
In den meisten Fällen funktionieren die Bots wie folgt:
Du stellst die Zielgruppenrichtlinien und deine benutzerdefinierten Filter ein
Der Bot verwendet deine Eingaben, um alles zu automatisieren: Likes, Kommentare, das Folgen anderer Accounts usw.
Durch die erhöhte Sichtbarkeit werden mehr Menschen auf dein Konto aufmerksam. Ein kleiner Teil von ihnen interessiert sich für dein Konto und du bekommst automatisch neue Follower.
Je besser du die Parameter einstellst, in denen der Bot automatisch agieren soll, desto höher ist die Chance, dass du die richtigen Leute ansprichst und sie dir folgen.
Es gibt viele Anwendungsfälle für TikTok-Bots:
Konten mit wenigen Followern möchten ihre Reichweite erhöhen
Betrüger möchten ihre Fake-Accounts echter und vertrauenswürdiger wirken lassen, indem sie mehr Follower haben
Nutzer wollen ein Konto in einer ganz bestimmten Nische aufbauen, um es anschließend zu verkaufen
Nutzer wollen ein bestimmtes Video von sich pushen, sodass es viral geht
und viele mehr
Das Angebot an TikTok-Bots ist nahezu endlos. Es gibt selbst gehostete Lösungen, die auf dem eigenen Computer installiert werden, aber auch „professionelle“ Unternehmen, die ihren Dienst über die Cloud zu einem sehr erschwinglichen monatlichen Preis anbieten.

Eines dieser Unternehmen ist FuelTok. FuelTok ermöglicht es dir, Likes, Aufrufe oder Shares für ein Video oder Follower für dein Konto zu kaufen. Du kannst 5.000 Likes für ein Video für $29.99 und 2.500 Follower für dein Konto für $31.99 bekommen. Wenn du Stammkunde wirst, sinken die Kosten dramatisch. Als monatlicher Kunde bekommst du täglich 2.500 Likes für $49.99 (das sind 75.000 Likes im Monat). Alles automatisiert natürlich.
Der Erfolg dieser Lösungen ist so gut, dass sich eine ganze Szene gebildet hat, die regelmäßig Informationen über die besten TikTok-Bots austauscht, Top-Listen erstellt und sogar auf YouTube über sie berichtet und Blogs schreibt. Es herrscht derzeit eine echte Goldgräberstimmung in Bezug auf Bots auf TikTok.
Für einen Bericht im Jahr 2020 wollte Ghostdata.io wissen, was passiert, wenn du Aufrufe für ein Video sowohl auf Instagram als auch auf TikTok kaufst. Die große Frage war: Erkennen die Algorithmen der Plattformen, dass es sich um Fake-Aufrufe handelt oder nicht?
Insgesamt 70.000 – 125.000 Aufrufe wurden auf beiden Plattformen gekauft, verteilt auf jeweils 3 Videos. Das Ergebnis nach 7 Tagen war enttäuschend. Die Aufrufe wurden bei keinem der Videos angepasst, daher kann man davon ausgehen, dass beide Plattformen die Bots nicht erkannt haben. Zudem werden die Fake-Aufrufe auf beiden Plattformen in den Statistiken als „echte“ Aufrufe mitgezählt.
„Wir können daher sagen, dass sowohl die TikTok- als auch die Instagram-Apps diese Fake-Aufrufe nicht nur nicht erkennen, sondern sie sogar in ihre Statistiken einbeziehen.“
Share Bot – Bring dein Engagement auf das nächste unnatürliche Level
Ein extremes Beispiel für einen Bot, der zu gut funktionierte, war kürzlich der sogenannte „Share Bot“. Nutzer konnten Shares für ihr Video erhalten und so den Algorithmus beeinflussen und ihre Reichweite dramatisch erhöhen. Es ging so weit, dass Videos mehr Shares als Aufrufe hatten, weil der Bot genutzt wurde, und das Engagement völlig unverhältnismäßig war.
Ein großes Problem mit diesen Tools ist, dass sie auch Konten betreffen, die sich von Bots fernhalten möchten. Automatisierte Anfragen oder Kommentare wirken sich auf echte Accounts von echten Menschen aus. Diese gehen jedoch manchmal in einem Tsunami automatisierter Anfragen und Kommentare unter und suchen verzweifelt nach Unterstützung von TikTok, indem sie sich an Online-Magazine wenden, Reddit oder über Videos auf TikTok selbst.

97 % Bot-Traffic von TikTok
Es gibt sehr wenige Informationen und Statistiken über das Ausmaß der Bots auf TikTok. Unsere eigenen Daten deuten jedoch nichts Gutes an. Während einer Testphase mit mehreren europäischen E-Commerce-Kunden aus verschiedenen Branchen konnten wir zwischen 75 % und 97 % (!) aller Nutzer, die auf eine Anzeige klickten, als Bots identifizieren. Das ist erschreckend, denn Werbetreibende verlieren auf TikTok fast ihr gesamtes Werbebudget an Bots.

Schütze dein Werbebudget auf TikTok
Mit diesem Artikel möchten wir dir einen ersten Eindruck von TikTok als Werbeplattform geben, einschließlich der positiven und negativen Seiten.
Derzeit gibt es keine Plattform, mit der Unternehmen die Gen Z besser ansprechen können, und kein soziales Netzwerk ist derzeit so angesagt und trendy wie TikTok. Aber nicht alles, was glänzt, ist Gold. Wie bei vielen anderen Plattformen sind auch auf TikTok verschiedene Betrüger und Bot-Anbieter zu finden, deren Fake-Accounts nicht nur die Engagement-Metriken verfälschen, sondern den Werbetreibenden auch viel Geld kosten können.
Da Bots darauf programmiert sind, mit Videos aus bestimmten Themenbereichen und Followern zu interagieren, klicken sie auch auf Anzeigen und beanspruchen manchmal einen Großteil des Werbebudgets. Solange TikTok seine Community-Richtlinien nicht stärker durchsetzt, stärkere Kontrollmechanismen einführt und gemeldete Konten gründlicher überprüft, haben Betrüger und Bots freie Hand.
Mit so vielen Fake-Accounts und Fake-Klicks auf deine Anzeigen ist es absolut wichtig, dass du dein Werbebudget schützt, wenn du auf TikTok werben möchtest.
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