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Was ist Retargeting-Betrug und wie schützt du dein Werbebudget?

08.03.2023

Retargeting-Betrug ist eine der häufigsten Arten von Anzeigen- und Klickbetrug.

Dieser Artikel beschreibt den Prozess des Retargeting-Betrugs und gibt Tipps, wie du dein Werbebudget schützen kannst.

Was ist Retargeting?

Retargeting ist eine Technik im digitalen Marketing, mit der Anzeigen Personen gezeigt werden, die zuvor mit einer Website oder App interagiert haben. In den meisten Fällen wird ein Cookie im Browser des Nutzers platziert und anschließend werden ihnen auf verschiedenen Plattformen relevante Anzeigen angezeigt.

Angenommen, du hast eine E-Commerce-Website besucht, dir Produkte angeschaut, einen Artikel in den Warenkorb gelegt, aber den Kauf nicht abgeschlossen. Danach, während du im Internet surfst, siehst du Anzeigen von dieser E-Commerce-Seite, die dich ermutigen, es sich noch einmal zu überlegen und den Kauf abzuschließen.

Retargeting ist eine effektive Methode, um potenzielle Kunden wieder anzusprechen und die Konversionsrate zu steigern:

  • Nutzer, die mit Display-Anzeigen retargeted werden, haben eine 70% höhere Wahrscheinlichkeit, auf der Website des Händlers zu konvertieren.

  • Retargetete Kunden klicken dreimal häufiger auf deine Anzeige als Leute, die zuvor nicht mit deinem Unternehmen interagiert haben.

  • Durch das Retargeting von Warenkorbabbrechern kann die Konversionsrate um bis zu 26% steigen.

(Quellen: Skai & invesp)

Wichtig zu merken: Retargeting-Anzeigen für eine Website werden nur Nutzern gezeigt, die sie in der Vergangenheit besucht haben.

Was ist Retargeting-Betrug?

6-step overview of how retargeting click fraud works

Wenn also Anzeigen nur Besuchern gezeigt werden, die bereits eine Website besucht haben, wie kann dann Retargeting-Betrug entstehen?

Die Antwort ist einfach und mit einem Wort: Bots. Aber um das Gesamtbild zu verstehen, müssen wir uns anschauen, wie Bots funktionieren und wie Betrüger mit Retargeting-Betrug Geld verdienen.

Schritt 1 – Erstellen einer gefälschten Website mit plagiiertem Inhalt

Betrüger erstellen gefälschte Websites mit plagiiertem Inhalt und registrieren sie bei verschiedenen Werbenetzwerken (z.B. Google Ads). Dies ermöglicht es ihnen, Anzeigen auf ihrer Website zu schalten und damit Geld zu verdienen. Heutzutage kann die Erstellung solcher gefälschten Websites in wenigen Sekunden und vollautomatisch erfolgen.

Schritt 2 – Einsatz von raffinierten Bots

Der nächste Schritt ist die Nutzung der Bots. Diese sind so programmiert, dass sie sich wie echte Menschen auf einer Website verhalten. Dazu gehört das Vortäuschen technischer Merkmale wie die User-Agent-Zeichenfolge, das Betriebssystem oder die IP-Adresse, aber auch zahlreiche Onsite-Faktoren wie die Navigation auf der Website, Mausbewegungen, das Platzieren von Produkten im Warenkorb und vor allem die Interaktion mit und das Akzeptieren eines bestehenden Cookie-Banners.

Viele dieser Merkmale werden bei jedem Website-Besuch zufällig verändert. Zum Beispiel ändert der Bot bei jedem Zugriff die IP-Adresse, die Verweildauer und die Produktauswahl.

Schritt 3 – Suche nach hochwertigen Keywords

In den meisten Fällen zielen die Betrüger auf hochpreisige Anzeigen-Keywords ab, wie „Lebensversicherung“, „Motorradunfall-Anwalt“ oder „Online-Business-Abschluss“. Das Ziel der Bots ist es, lukrative Anzeigen-Keywords auszuwählen, sodass die Betrüger ihre Einnahmen steigern können.

Schritt 4 – Bots besuchen Websites, um auf Retargeting-Listen zu gelangen

Der Bot sucht bei einer Suchmaschine wie Google nach einem der Keywords und besucht die Suchergebnisse (sowohl bezahlte als auch organische). Auf den Websites verhält er sich wie ein echter Mensch: Er besucht verschiedene Unterseiten, legt Produkte in den Warenkorb und füllt Kontaktformulare aus. In diesem Schritt sammelt der Bot (Retargeting-) Cookies von den Websites, die er besucht, da diese ihn für einen echten Nutzer halten.

Schritt 5 – Bots kehren „nach Hause“ zurück und der Betrüger verdient Geld

Der Bot geht dann nach dem Besuch von Hunderten oder sogar Tausenden von Websites zurück zur gefälschten Website des Betrügers. Die Banneranzeigen der Websites, die er zuvor besucht hat, warten dort auf ihn, da er mittlerweile in zahllosen Retargeting-Listen gelandet ist. Er klickt auf diese Banneranzeigen und der Betrüger verdient mit jedem Klick Geld.

Schritt 6 – Bots imitieren menschliches Verhalten, um mehr Geld abzugreifen

Um von den Werbenetzwerken nicht blockiert zu werden, kann der Bot im letzten Schritt auch einige gefälschte Konversionen auf den Websites einiger Werbetreibenden durchführen. Dies ist auch als Conversion Fraud bekannt. Das Ziel ist es weiterhin, den Bot wie einen echten Besucher aussehen zu lassen und weiterhin vom Retargeting der Websites zu profitieren.

Das ist in Kürze der Prozess, mit dem Betrüger mit gefälschten Websites und dem Einsatz von Bots Geld verdienen. Der Bot täuscht die Werbenetzwerke, um hochwertige Retargeting-Anzeigen auf den gefälschten Websites der Betrüger zu schalten, auf die er dann klickt.

Unter Berücksichtigung der zahllosen Betrüger mit zahllosen gefälschten Websites, die manchmal Tausende von Bots gleichzeitig einsetzen, beträgt der geschätzte Schaden für die Werbebranche insgesamt 100 Milliarden Dollar pro Jahr.

Wie schadet Retargeting-Betrug deinem Marketing?

Retargeting-Betrug wirkt sich auf dein Marketing ähnlich zu allgemeinem Anzeigen- und Klickbetrug in verschiedener Weise aus:

  • Verschwendung des Werbebudgets Du zahlst für Klicks auf deine Retargeting-Anzeigen. Aber anstelle von echten Menschen besuchen Bots deine Seite.

  • Verfälschte Analysedaten Als Unternehmen musst du dich auf deine Daten verlassen, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Bots verfälschen deine Analysedaten, was dazu führen kann, dass du völlig falsche Entscheidungen triffst und dein Werbebudget noch weiter für unerwünschten Traffic verschwendest.

Wir haben in der Vergangenheit ausführlich über die Auswirkung von Bots und ungültigem Traffic auf dein Marketing in unserem Blog geschrieben. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Artikel „Die Auswirkung von ungültigem Traffic auf dein Marketing“.

Wie schützt du dich vor Retargeting-Betrug

Der einfachste Weg, das Werbebudget vor Retargeting-Betrug zu schützen, besteht darin, das Retargeting ganz zu vermeiden. Dies würde jedoch auch bedeuten, dass Unternehmen das Potenzial verlieren würden, echte Kunden zu gewinnen.

Die manuelle Erkennung von Bots und deren Ausschluss aus den Werbekanälen, z.B. basierend auf der IP-Adresse, ist ebenfalls nicht umsetzbar. Bots können mittlerweile menschliches Verhalten detailliert nachahmen und IP-Adressen bei jedem Website-Besuch ändern, was eine manuelle Erkennung schlicht unmöglich macht.

Die Lösung für dieses Problem liegt in der Nutzung einer Bot-Erkennungs- und Präventionssoftware. fraud0 erkennt Bots in Echtzeit und schließt sie durch die Verwendung von negativen Zielgruppenlisten vom Retargeting aus. So verschwendest du dein Werbebudget nicht länger für Bots, sondern kannst dich auf echte Menschen konzentrieren, die echtes Interesse an deinem Produkt haben.

Schütze dein Marketing vor Bots und Invalid Traffic

Hol dir die Kontrolle über dein Marketing und deine Daten zurück und teste fraud0.

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